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Vorfreude

Im November 2015 fing alles an: Das Ende der Schulzeit war schon abzusehen und es stellte sich mir die Frage, was danach wohl kommen wird. Direkt Studieren? Lieber erst mal ein paar Praktika? Oder doch das Abenteuer Ausland wagen? Schnell wurde mir klar, dass ich die Zeit nutzen wollte, um etwas von der Welt zu sehen. Raus aus Deutschland, um den Schulstress hinter mir zu lassen, neue Erfahrungen zu sammeln, gleichzeitig die Sprache Englisch zu vertiefen, sich eine zu Auszeit gönnen bevor der nächste Lernstress an der Uni losgeht und natürlich um einer meiner liebsten Interessen nachzugehen: Dem Reisen.
Und außerdem: Wenn nicht jetzt, wann dann?
So schnell zwar die Entscheidung für den Auslandsaufenthalt gefallen ist, so stellten sich neue Fragen. Wohin eigentlich? Was mache ich da? Und wie überhaupt?
Ich redete mit Freunden, Bekannten und meiner Familie, befragte das Internet und informierte mich auf unzähligen Seiten über noch viel unzähligere Organisationen. Ich kam nach langem Suchen und Grübeln zu dem Entschluss, dass ich meine Zeit in einem englischsprachigen Raum für ein paar Monate verbringen will. Dabei wollte ich nicht etwa nur wie ein Tourist dort sein, mich umsehen und oberflächlich die Menschen dort kennen lernen. Nein, ich wollte dort wohnen, was erleben, etwas haben woran ich mich in ein paar Jahren noch erinnere und vor allem etwas Gutes tun. Da mir Tiere schon immer sehr am Herzen liegen war die Frage nach dem „was tun“ schnell beantwortet.
Mit diesen Bedingungen filterte ich erneut alle Organisationen und deren Angebote. Dabei kristallisierte sich eine heraus, welche mir am meisten zusagte: Stepin.

Nach gründlichem Überlegen, traf ich einen Monat später meine Entscheidung letztlich aus dem Bauch heraus. Ich hatte ein gutes Gefühl bei Stepin. Sie kamen mir seriös, organisiert und freundlich vor. Genau dies bestätigte sich bereits im ersten E-Mail Kontakt. Meine Angst davor, mich falsch entschieden zu haben, vor dem Nichts zu stehen, da mir keine Kontaktperson helfen kann oder gar helfen will, legte sich sehr schnell. Meine Mails wurden innerhalb kürzester Zeit und freundlich beantwortet, der Kontakt zu dem Projekt „Alberta Wildlife“ war ebenfalls zügig hergestellt. Die erste Hürde war genommen.
Das Warten auf eine Antwort fühlte sich für mich an wie eine Ewigkeit – ich war sehr gespannt. Das Projekt gefiel mir immer mehr, ich ersehnte mir, angenommen zu werden und wollte am liebsten direkt los.

Dann, Ende des Jahres war es so weit und ich hatte endlich meine Zusage. Ich konnte es kaum glauben, nun stand fest, dass klappt, was ich mir so sehr gewünscht hatte. Jetzt gab es neben den Formalien nur noch eine Sache eigentlich: Die bevorstehenden Abiturprüfungen im März ebenfalls zu meistern.

Jetzt, im Juli 2016, habe ich mein Abi geschafft, den Prüfungsstress hinter mir, mich genug entspannt und vorbereitet auf die bevorstehende Zeit in Kanada. Nun mache ich hier meine letzten Schritte in Deutschland und gleichzeitig meine ersten für meinen Auslandsaufenthalt.

 

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