Meine Nationalpark-Tour

Kananaskis Country, Foto: ©Denise Ott

Wie erhofft, habe ich tatsächlich noch jede Menge Tiere unterwegs gesehen, die ich nicht im Center behandelt habe!
Aber erst mal von vorne. Los ging es in Banff mit zwei Gondelfahrten auf die Berge rund um die Stadt und unbeschreiblichen Aussichten.

Über Lake Louise fuhr ich zum Jasper Nationalpark, wo ein bisschen gebummelt wurde und noch viel interessanter: Wo ich meine ersten Tiere in freier Wildbahn gesehen habe. Hier gab es unzählig viele Hirsche! Sie haben sich alle am Morgen am Straßenrand in großen Gruppen versammelt und ganz gemütlich gegrast, sich fotografieren lassen und von all den angehaltenen Autos voller neugieriger Touristen überhaupt nicht irritieren lassen. Am Tag darauf folgten Elche, Berg-Ziegen und jede Menge Eichhörnchen. Nicht nur Tiere kamen hier vor, sondern auch schon jede Menge Schnee.

Nach Jasper ging es über einen Pass unterhalb des Mount Robson nach British-Columbia in den Glacier Nationalpark, es folgte der Revelstoke National Park, der Yoho Nationalspark sowie der Kootenay Nationalpark und zuletzt eine lange Fahrt nach Edmonton zurück und letztlich schon zum Flughafen nach Hause.
Alle diese Parks waren voll mit Tieren! Elche, Kojoten, Wölfe, Bighorn Sheep und Adler – gefehlt hat lediglich ein Bär, der hätte meine Liste mit Tieren komplett gemacht – das ist wohl ein Grund wieder zu kommen!

Unterwegs habe ich tatsächlich schon immer mal wieder das MRWC vermisst. Öfters habe ich mich gefragt, was wohl unsere Tiere alle gerade machen, wie es den anderen Freiwilligen geht und was es Neues gibt. So muss ich wohl erst recht wieder kommen!

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass sich die 3000 Kilometer lange Fahrt mit dem Auto durch die ganzen Gebirge auf manchmal abenteuerlichen Straßen und teils sogar Schotterpisten sehr gelohnt haben! Die Rocky Mountains sind unvergleichlich. Riesig und vielfältig. Kaum sieht man einen sehr kantigen kahlen Berg, schon ist gegenüber ein anderer, runder mit Bäumen übersäht zu sehen, der am Fuß ein riesiges Flussbett zu bieten hat. Der Anblick versetzt einen mit nur ein bisschen Fantasie um Jahrhunderte zurück und man kann sich sehr gut vorstellen, wie Indianer durch diese ewig weiten Gebiete gezogen sind und wie sie auch Herden von Bisons wohl gejagt haben. Die habe ich zwar auch leider nicht gesehen, aber dafür alles andere, was man braucht, um glücklich und zufrieden wieder heimfahren zu können. Diese Route ist nicht nur laut dem Reiseführer von National Geographics unter den Top 100 Routen, die man in seinem Leben fahren muss, sondern definitiv auch eine, die ich weiter empfehlen würde.

 

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