Calgary – mal wieder Großstadtluft schnuppern

Olympic Plaza, Fotos: ©Denise Ott

In den letzten drei Tagen standen unsere nächsten freien Tage an und es ging nach Calgary – in die viertgrößte Stadt Kanadas und die mit den meisten Sonnentagen im Jahr. Sowohl das mit der Größe als auch das mit dem Wetter kann ich bestätigen. Es war nach zehn Wochen in unserem idyllischen Wald mit all den Tieren und der frischen Luft ein ganz schönes Kontrastprogramm, in das Großstadtleben einzutauchen. Überfüllt, trist und grau war es aber auf keinen Fall! Wir hatten drei Tage lang das beste Wetter für unseren Ausflug und haben dieses auch vollkommen ausgenutzt.

So starteten wir unseren ersten Tag in einer Höhe von 190 Metern – auf dem Calgary Tower:

Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und war einst ihr höchstes Gebäude. Dieser Titel kam ihm jedoch im Laufe der Jahre abhanden – aufgrund der wirtschaftlich guten Entwicklung Calgarys wurden höhere Türme erbaut.

Wir verbachten fast zwei Stunden auf dem Tower, da es so viel zu sehen und so viel Interessantes zu erfahren gab. Unglaubliche Menschen und ihre Geschichten, die direkt mit dem Tower zusammenhängen, kann man hier kennenlernen: Darunter die von einem Pilot, der auf dem Stampede Gelände ganz in der Nähe notlanden musste, von einer Frau, die sich bei der Abseilübung der Feuerwehr freiwillig mit nach unten hat mitnehmen lassen bis zu der Story von einem Rodeo-Reiter, der jährlich sein Pferd nach ganz oben auf die Aussichtsplattform mitnimmt.

Historisch hat Calgary aber auch einiges zu bieten. Die damaligen vier größten Landbesitzer – die sogenannten „Big Four“ – trafen sich hier immer wieder, um nicht nur ihre Geschäfte abzuwickeln, sondern auch um das weltbekannte, jährliche Festival „Calgary Stampede“ zu ermöglichen. Sie gaben nicht ganz uneigennützig die finanzielle Unterstützung: Das Festival ist bis heute ein riesiger Erfolg und lockt unzählige Menschen aus aller Welt in die Stadt. Nicht nur durch den Tourismus bekam Calgary einen wirtschaftlichen Aufschwung – auch das Öl steuert bis heute einen Großteil zum Erfolg der Stadt bei. Die USA beziehen das meiste Öl nicht etwa aus Kuwait oder Saudi-Arabien wie ich es erwartet hätte, sondern aus Kanada!

Als nächstes Ziel steuerten wir den „Olympic Plaza“ an, der 1988 zu Ehren der olympischen Spiele in Calgary erbaut wurde – Calgary war übrigens damals die erste kanadische Stadt, welche die Spiele ausrichten durfte. Hier auf dem Platz fanden dann immer sehr feierlich und mit vielen Emotionen die Siegerehrungen statt.

Wir schlenderten weiter auf die „Stephens-Avenue“. Eine sehr gemütliche Fußgängerzone mit viele kleinen Pubs, Restaurants und einer Mall. Hier wurde das Stadtleben noch deutlicher: Viele Menschen im Anzug, mittags war jedes Restaurant voll, etwas Hektik und Eile war zu spüren, aber nie – wie sollte es auch anders sein – unhöfliche Kanadier. Selbst hier in so einer großen Stadt waren alle sehr freundlich, zuvorkommend und auch rücksichtsvoll, gerade der Umwelt gegenüber. Für mich bleibt Calgary nicht als eine der größten Städte Kanadas in Erinnerung, sondern definitiv als die sauberste! Nirgends ist mir Papier oder anderer Müll auf dem Boden begegnet, ja nicht mal Zigarettenreste fanden sich an belebten Orten wie Bahnhöfen wieder.

Den nächsten Tag ließen wir entspannter und weniger kulturell angehen: Wir gingen in den Zoo – schließlich hatten etliche Meilen vom MRWC entfernt schon seit zig Stunden keine mehr gesehen. Der „Calgary Zoo“ unterteilt sich in die Abteilungen „Canadian Wildlife“, „Africa“, „Eurasien“ und „Prehistoric“.

Unseren letzten Tag ließen wir dann gemütlich ausklingen. Wir frühstückten bei „Tim Hortons“ – überlebenswichtig für Kanadier und an jeder Ecke hier zu finden! Anschließend schlenderten wir nochmal durch die Fußgängerzone sowie die Mall und genossen bei einem leckeren Muffin die Sonnenstrahlen auf der Wiese des „Olympic Plaza“.

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