Die Wetlands – mehr als nur eine große Pfütze

Wetlands, Fotos: ©Denise Ott

Nicht nur hier direkt hinter dem MRWC (Medicine River Wildflife Centre) befindet sich ein sogenanntes „Wetland“ (Feuchtgebiet), sondern auch in ganz Alberta verteilt finden sich immer wieder welche. Kanadische Wetlands machen 24 Prozent aller Wetlands auf der Welt aus. Doch was sind Wetlands eigentlich? Sie sehen aus wie ein flacher See mit kleinen Inseln – oder eben eine große Pfütze mit vielen Gräsern. Man unterscheidet in drei Arten von Wetlands:

  • „Fens“ (Flachmoor),
  • „Bog“ (Sumpf) und
  • „Marshes“ (Moor).

„Fens“ erinnern oft an ein Weideland und sind in der Regel von Büschen und Bäumen umgeben. Sie kommen meistens in Gebieten mit einem konstanten Wasserlevel vor, da sie das Grundwasser als Quelle benutzen. „Bogs“ beziehen ihr Wasser aus dem Niederschlag und sind überwiegend von Torfmoos bedeckt. „Marshes“ zeichnen sich durch ihre großen offenen Wasserflächen aus und durch die unzähligen Schilfrohre – so wie unseres hier:

Lange Zeit hielt man die Wetlands für unnütz, doch ihre Wirkung und die Bedeutung für die Natur sind enorm. Sie filtern, regenerieren und befreien das Wasser von Verschmutzung, verhindern Überflutungen und dienen mehr als 250 Arten von Pflanzen, Amphibien, Säugetieren und Vögeln als Heimat – und die Anzahl steigt, da viele bedrohte Tierarten sich hier sehr gut erholen und fortpflanzen können. Die Notwendigkeit der Wetlands ist auch dem MRWC bewusst. So haben wir seit Jahren hier einen „Observation Tower“, der nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf das Wasser ermöglicht, sondern auch voll mit Informationen zum Wetland und seinen Bewohnern ist.

Zur aktuellen Jahreszeit, also im August/September, sind die Feuchtgebiete auch sehr beliebt unter den Gänsen. Nicht nur morgens schon um sechs, sondern auch bis abends um acht Uhr hört man sie laut schnattern. Bald treten sie ihre lange Reise in den Süden an. Auf den Wetlands sammeln sie sich dafür zu großen Gruppen an.

Auch hier im Centre hat uns das Wetland schon Dienste erwiesen: Unzählige gesund gepflegte Wasservögel konnten wir freilassen und ihnen ein neues, wunderschönes Zuhause geben.

Auch zum Kanu fahren ist es ein sehr schöner Platz – man sieht dabei nicht nur manche Tiere ganz, sondern auch die ein oder andere imposante „Beaverlodge“ (Biberbau).

 

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